Die Vernetzung im Netz ist überaus praktisch, da die einstigen Fußnoten gleich zu nachlesbaren links werden, welche die Untermauerung und Weiterverästelung des Gedanken werden.
Als ich hier meine ersten Text "
Im Netz gefangen" schrieb, wußte ich die Handhabung dieser Verlinkung nicht und schrieb öfters diese gleich rein. Die einst umständliche Auflistung, welche Seiten ich besuchen möchte und wo ich überall vertreten bin, übernimmt nun das visuell verkürzte "social identities" link widget in der Seitenleiste, in der ich nun mich selbst im Netz vernetze, sei es mit meiner eigenen sozialen Identität, welche wiederum vernetzt ist zu anderen sozialen Identiäten, sprich Freunden und Bekannten (in
facebook oder
myspace) oder sei es Vernetzung zu meinen Interessen (
delicious) oder Arbeiten (
Foto,
Film,
Text). Es ist praktisch, sich selbst wiederzufinden, bzw. zusammenzuhalten, bei der ganzen Zerfaserung oder Spezialisierung der eigenen Interessen.
Es ist wunderlich, wie aus dieser virtuellen, immateriellen Arbeit, doch Berühmtheiten hervorgehen, wie
VASTA, die den Sprung ins Fernsehehen zu VIVA schaffte, oder
Sascha Lobo, der nun in Talk Shows eingeladen wird, um seine fachliche Meinung zu diversen Themen einzuholen.
Ich einst, bei Anbeginn des virtuellen Zeitalters, machte mir Gedanken über die Möglichkeiten und Chancen, die das Medium einen bot, wagte aber nicht die diffusen Gedanken in Stein zu meiseln. Denn das Dahingehauchte im Dunkel des Schädels, wird, kaum die Tastatur berührt und hinaus ins imaginäre Netz geschicht, ein unlöschbares Monolith, das in die Ewigkeit hinaussummt, solange dieses Medium besteht und bis es überholt wird.
Eine Chance für Macher und Produzenten, von Filmen, Büchern und Werbung, die nun nicht mehr auf kostenaufwendige Produktionen angewiesen sind, und mit einfachen Mitteln hier veröffentlichen können. Die Frage ist nur, wer stolpert über "meine" Seite? Wie schafft man Aufmerksamkeit? Wer interessiert sich für die selben Dinge?
Machen, Schreiben, Filmen, um der selbst Willen, weil es einen selber Spaß macht? L'art pour l'art?
Nun denn, genug des gedachten Gedanken. Rein ins virtuelle Getümmel, wo doch jeder für sich und allein ist.
Im stillen Kämmerlein des Gehirns. Vernetzt zu anderen Gehrinen die gehört, gelesen und gesehen werden möchten.